Das äußere Gewand der Plugin-Verwaltung ändert sich mit der WordPress-Version 2.8. Ansatt der bisherigen Einteilung in die Blöcke: Aktuell aktivierte Plugins, Kürzlich noch aktive Plugins und Inaktive Plugins gibt es nun nur noch eine einzige Liste. Die Auswahl welche Plugins man sehen möchte, muss man über die Links oberhalb der Liste tätigen. Neu hinzugekommen ist dabei die Möglichkeit, sich nur die Plugins anzeigen zu lassen, die man aktualisieren kann. Diese Änderung stellt eine Anpassaung an die anderen Übersichtseiten (Artikel, Seiten o. ä.) dar.
Die gesamte Übersicht erscheint mir allerdings weniger übersichtlich als bisher. Dies liegt einmal am Wegfall der Blöcke, aber auch am Wegfall der Farben. Ein Grau-in-Grau mit gelbem Stich macht auf schwachen Monitoren eine farblich nicht sonderlich ansprechende Suppe daraus
Nicht aktive Plugins erkennt man in der Komplettliste an der grauen Schrift, zudem haben Sie die Links Aktivieren und Löschen, während aktive Plugins den Link Deaktivieren beinhalten.

Plugin-Verwaltung in WordPress 2.8
In der neuen Version von WordPress 2.8 gibt es keine weltbewegenden Änderungen in der Mediathek, aber auch Kleinigkeiten können die Arbeit erleichtern und somit erfreuen.
Lädt man in der Mediathek ein Bild hoch («Mediathek / Medien hinzufügen»), so wird einem direkt nach dem Hochladen die URL dieses Bildes angezeigt. Leider fehlt diese Angabe noch in der Übersicht – wie ich finde, aber vielleicht kommt das ja in der nächsten Version.
Zusätzlich dazu kann man den Upload-Prozess jetzt auch mit einem Knopfdruck unterbrechen oder das hochgeladene Bild gleich wieder löschen.

Upload in Mediathek
Der Bereich der Widgets wurde überarbeitet. Neben der Optik wurde auch das Handling verschönert.

Widgets
Anstatt wie bisher die Widgets per Klick zu aktivieren und nach dem Vornehmen der Einstellungen die Veränderungen noch einmal insgesamt zu speichern, "aktiviert" man diese nun per Drag & Drop (in die entsprechende Sidebar), nimmt die Einstellungen vor und speichert nur diese.
Zusätzlich gibt es den Bereich der "inaktiven Widgets". Hier kann man Widgets ablegen, die man nicht mehr nutzen möchte. Der Witz dabei: die Einstellungen des jeweiligen Widgets bleiben erhalten. So muss man bei einer erneuten Aktivierung nicht mühsam alle Einstellungen wieder einrichten.
Die Optionen für das Dashboard wurden erweitert. Man kann nun bestimmen in wievielen Spalten die Module angeordnet werden sollen, dabei kann man zwischen 1 bis 4 Spalten auswählen. Wählt man die Spaltenanzahl aus passen sich die Module automatisch in der Größe an und man kann sie nach eigenem Belieben arrangieren.

Spaltenanzahl auswählen
Auch die anderen Seiten des Backends können nun noch mehr an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Bei der Artikel- und Seitenerstellung sowie beim Link hinzufügen kann man sich zwischen einem ein- oder zweispaltigen Layout entscheiden und auf den Übersichten für Artikel, Medien, Seiten, Kommentare und Plugins sowie auf den Seiten Kategorien und Tags festlegen wieviele Einträge (in diesem Falle Zeilen) angezeigt werden sollen.
Lange herbeigesehnt und endlich umgesetzt: WordPress stellt die interne Uhr bei einem Wechsel von Winter- zur Sommerzeit bzw. umgekehrt nun selbst eine Stunde vor oder zurück. Dafür muss man im Menüpunkt «Einstellungen / Allgemein» nur die gewünschte Zeitzone einstellen, in der sich der Blog bzw. Ihr als Schreiberlinge befindet.

Zeitzone einstellen
Nachtrag:
Mit der Version 2.8.1 wurde dieses Feature leider wieder deaktiviert, da es einige Browser-Inkompabilitäten gibt. (WordPressTrac)
In den Bereichen «Design / Editor» und «Plugins / Editor», also dort wo man den Code von Dateien bearbeiten kann, setzt WordPress jetzt auf Syntaxhighlighting und Zeilennummerierung.

Syntaxhighlighting und Dokumentation der Funktionen
Somit entwickelt sich die Codeansicht in diesen beiden Bereichen des Backends immer mehr zu einem Editor und das Bearbeiten von Dateien fällt somit deutlich leichter.
Unterhalb des Editierfensters befindet sich bei PHP-Dateien übrigens eine Dropdownbox, die alle Funktionen auflistet, die in der gerade angezeigten Datei verwendet werden.
Dort kann man dann eine Funktion auswählen und mit einem Klick auf den Button "Lookup" landet man in einem neuen Fenster bei der Erklärung für die entsprechende Funktion.

Themes verwalten
Die Verwaltung von Themes, also welche Themes sind installiert und welches ist aktiviert unter dem Menüpunkt «Design / Themes» wurde erweitert.
Themes sind nun mit den Links Aktivieren, Vorschau und Löschen ausgestattet, so dass die Verwaltung – insbesondere das Löschen von Themes – dann auch im Backend von WordPress möglich sein wird.
Zudem gibt es – falls zutreffend – einen Link zu einer aktuelleren Version sowie die Möglichkeit ein Theme automatisch zu aktualisieren.
Aufpassen muss man natürlich falls man eigene Änderungen am Template vorgenommen hat. Diese würden bei einem automatischen Update wieder verloren gehen.
Der neue Menüpunkt: «Design / Add New Themes» bzw. «Install Themes» präsentiert – ganz ähnlich wie beim Installieren von neuen Plugins – die Möglichkeit Themes aus dem Backend heraus zu installieren.

Themes installieren
Das Suchen nach Themes erfolgt nach dem gleichen Muster wie bei den Plugins: entweder nach einem Begriff, dem Autor oder nach einem Tag. Man kann aber auch (im unteren Bereich der Seite) ganz gezielt nach bestimmten Eigenschaften (Farbe, Anzahl der Spalten, Breite, Features, Thema) suchen bzw. filtern. Sämtliche Filter, die man auswählt, werden dann automatisch als Tag für die Suche nach einem Theme übernommen.
Die Links
- Hochladen:
ermöglicht die Installation von Themes, die man als *.zip-Datei vorliegen hat.

Theme
- Mehr:
zeigt eine Auswahl an Themes an.
- Neu:
zeigt die neuesten Themes an.
- Frisch aktualisiert:
zeigt Themes an, die aktualisiert wurden.
bieten zusätzliche Möglichkeiten bei der Suche bzw. Installation eines neuen Themes. Hat man auf die eine oder andere Art ein Theme gefunden, so wird dies mit einem Vorschaubild und zusätzlichen Informationen angezeigt. Man kann sich nun eine ausführliche Vorschau anzeigen lassen oder es installieren.
Im Weblog von Martin Weber habe ich vorhin eine ausführliche Rezension zu der zweiten Auflage von "WordPress – Das Praxisbuch" mit folgendem Fazit gefunden:
Mein Fazit: Die 2. Auflage des Praxisbuchs über WordPress von Vladimir Simovic kann ich jedem empfehlen, der WordPress einsetzt oder einsetzen möchte. Im Vergleich zu anderen Büchern, die sich mit WordPress beschäftigen, kann man es als das gelungenste bezeichnen. Vielleicht auch schon als WordPress-Bibel in deutscher Sprache.
Ich bedanke mich recht herzlich für so eine positive Rezension.
Die nächste Version von WordPress steht in den Startlöchern. Gerade hat die Beta-Phase angefangen. Was sich u. a. alles ändern wird und was an Neuerungen auf einen zukommt kann man in einer Übersicht (engl.) auf WordPress.org erfahren. Was mir schon während der Entwicklung aufgefallen ist, kann man in Peruns Blog nachlesen.
Hier startet auf jeden Fall in Kürze eine kleine Serie zu allen Neuerungen, die das Arbeiten im Backend von WordPress betreffen. Also, bis bald.